James Gunn, der kreative Kopf hinter dem Neustart des DC-Universums (DCU), hat in einem aufsehenerregenden Interview mit klaren Worten die Brücke zur Vergangenheit abgebrochen. Filme wie Black Adam und Shazam! gelten laut Gunn nicht länger als Teil des offiziellen DC-Kanons – und das nicht aus Versehen, sondern mit voller Absicht.
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„Ich hasse diese Filme“ – Gunns schonungslose Kritik
Im Vorfeld der zweiten Staffel der Erfolgsserie Peacemaker, die am 21. August auf HBO Max startet, äußerte sich Gunn ungewöhnlich offen über die vorherige Ära der DC-Filme. Besonders hart ging er mit den Cameo-Auftritten in der ersten Peacemaker-Staffel ins Gericht: „Ich hasse diese Szenen“, sagte Gunn über das damalige Finale, in dem Superman, Wonder Woman, Aquaman und Flash kurz zu sehen waren.
Diese Aussagen markieren eine deutliche Linie: Das neue DCU soll sich nicht nur stilistisch, sondern auch inhaltlich von der chaotischen Vergangenheit distanzieren.
Keine Rückkehr für Black Adam und Shazam
Gunn stellte unmissverständlich klar, dass sowohl Black Adam mit Dwayne Johnson als auch Shazam! und dessen Fortsetzung Fury of the Gods im neuen DCU keine Rolle mehr spielen werden. Sogar seine Ehefrau Jennifer Holland, die in beiden Filmen Nebenrollen hatte, wird in diesem Kontext nicht übernommen. „Diese Charaktere existieren in unserem Universum nicht“, so Gunn.
Brisant ist dabei vor allem die Enthüllung über Dwayne Johnsons vermeintliche Alleingänge. Medienberichten zufolge soll der Schauspieler eigenmächtig einen Superman-Cameo durchgesetzt haben – vorbei an der damaligen Studioleitung. Diese Entscheidung sei bei vielen Verantwortlichen auf Missfallen gestoßen.
Henry Cavill und das Superman-Debakel
Ein weiteres Kapitel der Umstrukturierung betrifft Henry Cavill. Kurz nachdem bekannt wurde, dass Gunn und Produzent Peter Safran das neue DC-Studio übernehmen würden, verkündete Cavill überraschend seine Rückkehr als Superman. Gunn erfuhr davon offenbar erst nachträglich: „Wir hatten einen klaren Plan. Und plötzlich hieß es, Henry sei zurück – das war weder abgesprochen noch fair ihm gegenüber.“
Cavills Rückkehr blieb am Ende ein Missverständnis. Die neue Superman-Verfilmung, die bereits 416 Millionen US-Dollar eingespielt hat, setzt auf einen jüngeren Darsteller und markiert den ersten Baustein des neuen Kanons.
Was bedeutet das für Peacemaker?
Trotz des Umbruchs bleibt eine Figur bestehen: Peacemaker, gespielt von John Cena. Gunn bestätigte, dass die zweite Staffel der Serie vollständig innerhalb des neuen DCU spielt und direkt an den neuen Superman-Film anknüpfen wird. Interessant: Staffel 2 soll auch klären, welche Elemente aus der ersten Staffel noch als „kanonisch“ gelten.
Zusätzlich plant Gunn gemeinsam mit den Darstellern Jennifer Holland und Steve Agee eine begleitende Podcast-Serie. Ziel: Den Fans die komplexen Zusammenhänge und kreativen Entscheidungen des neuen DC-Universums transparenter zu machen.
Ein mutiger Neuanfang mit klaren Worten
James Gunn zeigt einmal mehr, dass er keinen Wert auf diplomatische Floskeln legt. Mit seiner offenen Kritik an der alten Garde positioniert er sich als Architekt eines neuen DC-Zeitalters – konsequent, provokant und mit klarer Vision. Ob sich dieser radikale Kurs langfristig auszahlt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
